Heidelberger Spieleverlag HE414 – Blood Bowl: Team Manager

s gibt viele gute thematische Spiele und es gibt viele die mir gut gefallen. Es gibt allerdings nur wenige Spiele die auch wirklich regelmäßig auf meinem Spieltisch landen. Blood Bowl Team Manager gehört auf jeden Fall dazu. Ein Hauptgrund dafür ist, dass es wunderbar zu dritt spielbar ist. Viele Spieler werden das Problem kenne: Die meisten Spiele sind nur zu zweit oder zu viert richtig gut, zu dritt sind sie eher suboptimal. Nicht so Blood Bowl Team Manager, auch und gerade zu dritt richtig gut!

Ich habe mal wieder ein Video erstellt, wo ich so grob den Spielablauf darstelle und einen Überblick über die Komponenten zeige. Leider kann ich in den 10 Minuten die das Video zur Verfügung stellt nicht die kompletten Regeln erklären, aber für einen ersten Eindruck sollte es denke ich dennoch reichen.

In Blood Bowl Team Manger (BBTM) schlüpfen 2-4 Spieler in die Rolle eines Managers der Team Managers Union (TMU) und verwaltet ein Team, entweder aus der Old World Association (OWA) oder der Chaos Wastes Confederation (CWC). Zur OWA zählen die Reikland Reavers (Menschen), Grudgebearers (Zwerge) und die Athelorn Avengers (Elfen). Zur CWC gehören die Skavenblight Scramblers (Skaven), Gouged Eye (Orks) und die Chaos All-Stars (Chaos).

Jedes dieser Teams besteht aus 12 Spielern in Form von 12 Karten. Dabei hat jedes Team andere Stärken. Die Zwerge z.B. sind schwer zu fall zu bringen und sind auch gefoult noch recht kampfstark (das mag daran liegen dass sie so breit wie hoch sind), die Menschen sind sehr ballsicher und verlieren ihn nur schwer und erhalten ihn schnell, die Elfen spielen ebenfalls viele Pässe und sind sehr flink, die Orks sind harte Tackler, die Skaven sind klein und wendig und entkommen oft den brenzligsten Situationen und das Chaos spielt sehr hart und unfair, wird dafür aber von den Fans geliebt.

Apropos Fans – genau darum geht es in diesem Spiel. Am Ende gewinnt nicht wer die meisten Wettkämpfe gewonnen hat, sondern nur wer die meisten Fans hat. Dazu bestreitet man mit seinem Team eine Blood Bowl Saison, die in der Regel fünf Wochen dauert, also über fünf Runden geht. Am Ende steht immer der Blood Bowl, wer ihn gewinnt bekommt nochmals viele Fans. In jeder Woche gibt es immer so viele Turniere wie Spieler mitspielen. Außerdem gibt es in drei von fünf Runden noch einen zusätzlichen Bowl, also einen weiteren Wettbewerb, und zwei Runden hingegen finden irgendwelche besonderen Ereignisse statt, wie z.B. eine Schlammschlacht in allen Wettbewerben, die Tacklings gefährlicher macht. An jedem Turnier können zwei Teams teilnehmen, am Bowl kann immer jeder Teilnehmen. Die Spieler legen dazu einen Spieler an eine der beiden Seiten der Wettbewerbskarte. Je nachdem welche Seite man wählt erhält man schon allein für die Teilnahme eine Belohnung, dem Sieger winkt dann nochmal eine zusätzliche Belohnung.

Diese Belohnugen können ganz unterschiedlicher Art sein. Natürlich kann man zum einen einfach Fans, also Siegpunkte erhalten. Außerdem kann man noch neue Star Spieler für seine Mannschaft bekommen. Dies sind in der Regel sehr spielstarke Spieler mit interessanten Sonderfunktionen oder einfach vielen Fähigkeiten. Außerdem kann man noch Personal oder Team Verbesserungen bekommen. Diese sind ein nicht zu verachtender Faktor im Spiel das man durch diese Verbesserungen entweder am Spielende noch massiv Punkte bekommen kann oder aber noch zusätzliche Aktionen ausführen kann, die einem den entscheiden Vorteil bringen können um einen Wettbewerb zu gewinnen.

Um einen Wettbewerb zu gewinnen muss man am Ende die höchste Spielstärke haben. Jeder Spieler hat eine stehende Spielstärke und eine liegende Spielstärke. Außerdem können die Spieler (wenn sie das entsprechende Symbol haben) Tacklen, Passen, Sprinten oder Schummeln. Wenn ein Spieler einen anderen erfolgreich tackelt geht dieser zu Boden. Geht das Tackling nach hinten los geht man selbst Down. Zum Tackeln würfelt man je nach Spielstärke einen oder zwei Würfel. In 50% der Fälle ist das Tackling efolgreich, in 30% der Fälle passiert nichts und in 20% der Fälle geht man selbst zu Boden. Wie riskant ein Tackling ist hängt von der Spielstärke ab. Tackelt ein stärkerer Spieler einen schwächeren würfelt er zwei Würfel und sucht sich das passende Ergebnisse aus. Bei gleichstarken Spielern würfelt man nur einen Würfel und muss das Ergebnis dann nehmen, tackelt man einen Stärken würfelt man zwei Würfel, aber der Gegner darf sich das Ergebnis aussuchen, was die Chance auf einen Fehlschlag erhöht. Ein Tackling gegen einen stehenden Spieler bringt ihn zu Boden, haut man auf einen am Boden liegenden Spieler ist dieser verletzt und verlässt den Wettkampf.
Der Ball ist wichtig, bringt er doch zwei zusätzliche Punkte und ist beim unentschieden der Tie-Breaker. Setzt man Spieler mit Pass-Symbolen ein kann man entweder dem Mitspieler den Ball entreißen und ins Mittelfeld tragen oder ihn selbst in seinen Besitz bringen. Wird ein Spieler mit dem Ball getackelt lässt er ihn fallen.
Außerdem können Spieler betrügen. Dazu nehmen sie zufällig einen Betrugsmarker und legen ihn verdeckt auf ihre Karte. Diese Marker können die Spielstärke deutlich erhöhen. Sie können aber auch einfach für mehr Fans sorgen, es kann aber auch sein, dass der Schiri den Betrug bemerkt und den Spieler vom Platz stellt. Damit ist immer ein gewisses Risiko verbunden. Dieser Betrugsmarker sind ein wenig das Salz in der Suppe des Spiels, weil dadurch nicht einfach nachdem alle Spieler bei den Wettkämpfen eingesetzt wurden schon klar ist wer gewinnt, sondern bis der Wettkampf ausgewertet wird offen ist wer gewinnt. Schlecht für Spieler die gerne alles durchplanen, gut für Spieler die das Risiko und das Chaos mögen.

In jeder Woche hat ein Manager 6 Spieler zur verfügung, die er auf die Wettkämpfe verteilen muss, was dazu führt, dass man in der Regel in zwei bis drei Wettkämpfen vertreten ist. Hier gilt es die Spieler geschickt auf die Wettkämpfe zu verteilen, die richtigen Spieler zur richtigen Zeit zu spielen und auf ein wenig Glück bei den Tacklings und den Betrugsmarkern zu hoffen. Nach fünf Runden ist das Spiel dann vorbei.

Meine Meinung
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Ich mag dieses Spiel. Wie oben schon erwähnt ist es eines der Spiele die häufiger auf den Tisch kommen und die vor allen Dingen sehr gut für drei Spieler geeignet sind. Durch die sechs Teams kommt so schnell keine Langeweile auf und die Erweiterung in der meines WIssens nach nochmal sechs neue Teams hinzukommen ist auf englisch schon erhältlich und hoffentlich nach Essen 2013 auch auf deutsch. Das Spiel ist sehr thematisch, es kommt wirklich richtiges Blood Bowl Feeling auch, gerade die Stimmungstexte auf den Karten sollten gelesen sein, die sind oftmals sehr gelungen und witzig.
Vom Grundablauf her ist das Spiel sehr einfach. Alles was man macht ist sich für einen Wettkampf zu entscheiden an dem man noch teilnehmen kann und dort einen Spieler auszulegen. Das wars im Prinzip. Natürlich gehen die Regeln noch weiter, aber so simpel kann man das Spielprinzip im Grunde einfach zusammen fassen. Das ganze dauert in der Regel dann doch aber zwischen einer und zwei Stunden. Bei uns liegt die Spielzeit eigentlich immer irgendwo dazwischen.
Das Spiel enthält natürlich wie erwähnt sowohl durch das Tackling, welches ausgewürfelt wird, als auch durch die Betrugsmarker sehr viele Glückselemente aber das ist gut so. Schließlich ist Football ja kein Schach sondern spannender Nervenkitzel und da schafft es BBTM dieses Feeling sehr gut rüberzubringen.
Die Anleitung ist an und für sich ganz gut geschrieben, wer allerdings noch keine Erfahrung mit Fanatsy Flight Spielen hat könnte davon zunächst etwas erschlagen sein, es werden alle Phasen und Elemente sehr detailliert vorgestellt. Leider ergeben sich bei manchen Vebesserungskarten Fragen wie sie jetzt genau anzuwenden sind, hier hilft oftmals ein Blick ins Boardgamegeekforum. Wichtig ist zu wissen, dass in der Regel eine Wettbewerbsaktion immer nur bei dem Wettkampf eingesetzt werden kann, bei dem man gerade einen Spieler eingesetzt hat und auch Unterstützer können nur den Wettkampf unterstützen an dem sie ausliegen. Es ist ein thematisches Spiel, daher sollte man bei Unklarheiten die Regeln so auslegen wie sie vom Thema her Sinn machen. Auch wenn auf einem Unterstützer steht dass er Schaden erhält statt eines anderen Spielers, so kann er natürlich keinen Schaden von einem Spieler bei einem Wettkampf abfangen, bei dem er gar nicht anwesend ist und den er nicht unterstützt.
Solche Fragen ergeben sich aber immer bei FFG Spielen mit vielen Karten mit vielen Sonderregeln, dass ist kein Manko dieses Spiels speziell.

Wer einfach ein lockeres, unterhaltsames Spiel für 2-4 Spieler sucht, dass auch und vor allem mit drei Spielern sehr gut spielbar ist, wer Blood Bowl mag, wer thematische Spiele mag, wer Stimmung bei Spielen mag und wer vor allem ein leichtes unplanbares Chaoselement in Spielen mag der sollte Blood Bowl Team Manager auf jeden Fall mal anspielen. Und noch wichtig zu wissen ist, dass man nichts mit dem Warhammer Universum am Hut haben muss, um Spass an dem Spiel zu haben.

Allen die sich dieses wirklich tolle Spiel zulegen wünsche ich viel Spass damit :)

Belkin FastFit Bluetooth-Tastatur-Case für Apple iPad mini schwarz

Ich habe zu dem Produkt mal wieder ein Video erstellt, wo ich eine kleine Live-Demo gebe. Wer sich also einen etwas “persönlicheren” Eindruck machen möchte als die reine Textrezension, kann sich im Video einmal anschauen, wie das Gerät in der Praxis funktioniert.

Die Idee an sich ist ja ganz gut. Ein Case, das gleichzeitig eine Tastatur enthält so dass man bequemer als auf dem Touch-Screen schreiben kann.
Das funktioniert soweit auch. Man kann das Case bequem per Bluetooth koppeln und das iPad in eine Rille stecken. So sieht das ganze dann aus wie ein Mininetbook.

In der Praxis ergeben sich für mich aber mehrere Probleme und Schwächen:
Zum einen der Magnet mit dem man das Case am iPad befestigt: Er ist sehr schwach. Wer das Smartcover von Apple kennt weiß, dass der integrierte Magnet locker das ganze iPad hält wenn man es Case hochhält. Der Magnet vom FastFit-Case ist deutlich schwächer und das iPad fällt sofort herunter. Daher löst sich das iPad auch relativ leicht vom Case. Weiterhin verriegelt das Case nicht magnetisch, das heißt das einfach ohne zutun aufklappt, wenn man entsprechend hält. Immerhin funktioniert die WakeUp-Funktion gut und tadellos.

Das sind aber nur Kleinigkeiten. Das größte Problem liegt eben in der Größe. Die Tastatur ist naturgemäß sehr klein. Mit 10 Fingern kann man bei normalgroßen Fingern nicht gut darauf tippen. Mehr als 6 Finger finden keinen Platz. Die Entertaste ist sehr klein und da wo man immer mit dem kleinen Finger hin möchte um fehlerhafte Eingaben zu löschen findet man nicht die DEL-Taste sondern die Taste zum Koppeln, so dass man da erstmal lange benötigt um sich daran zu gewöhnen.
Ein sehr großes Manko ist die deutsche Tastatur. ÄÖÜ findet man direkt auf der Tastatur, das wäre meiner Meinung nach nicht nötig gewesen, zumal das Ü an einer Stelle ist wo man es quasi immer suchen muss. Wirklich nervig daran ist das man Punkt und Komma nur als Sekundärfunktion auf andere Tasten gelegt hat und man somit immer die FN Taste drücken muss, wenn man einen Punkt oder ein Komma setzen möchte.

Hier stellt sich für mich dann die oben in der Überschrift erwähnte Frage: Selbst die original Apple Bluetoothtastatur ist billiger als dieses Case. Der Hauptgrund sich dieses Case zu kaufen ist wohl, dass man bequemer und angenehmer tippen möchte, als mit der Touchscreentastatur. Primär als Case wird es wohl niemand kaufen. Ich würde mir für so etwas auf jeden Fall eine richtige Bluettoothtastatur kaufen, da man damit wirklich richtig angehmen tippen kann.
Mit ein bisschen Übung geht es zwar auch mit der FastFit-Tastatur deutlich flotter als mit der Touchscreentastatur, aber bequem ist zumindest für mich anders.
Dabei ist aber wieder das Problem, dass es durchaus eine Nachfrage nach genau so einer Vorrichtung wie der hier vorliegenden gibt. Ich habe mir oft so eine Tastatur gewünscht. Klein, kompakt, zum iPad passend. Das wird sicher vielen anderen die doch etwas mit dem iPad produzieren und eben nicht nur konsumieren wollen ebenfalls so gehen. Daher gibt es einen Markt und eine Nachfrage nach so einem Produkt. Hat man es dann aber, so merkt man schnell, das es, wie dargestellt, eben doch nicht das Gelbe vom Ei ist. Ich würde daher jedem raten, sich eher eine vollwertige Bluetooth-Tastatur zuzulegen. Oder sogar Siri intensiver zu benutzen, gerade für längere Texte ist es ganz angenehm sie einfach zu diktieren. Die Erkennungsquote ist da mittlerweile sehr gut!

Alles in allem macht diese Tastatur an sich was sie soll, zeigt aber unabhängig von der Größe Schwächen bei der Benutzbarkeit (.,).
Wer eben eine einfache iPad Mini Tastatur die man auch als Case und Ständer benutzen kann sucht, der findet hier genau das was er möchte. Dennoch würde ich aber empfehlen, zu überlegen, ob nicht andere Alternativen produktiver sein können.

Wiz-War: Krieg der Magier

In dem Video gibt es eine komplette Rezension: Übersicht über das Spiel, das Spielziel, die Mechaniken und eine Bewertung und Empfehlung. Für alle die jedoch lieber lesen als Videos gucken hier nochmal eine kurze Zusammenfassung:

Wer bei dem Gedanken an ein interaktives, dynamsches, kurzweiliges Spieler gegen Spieler – Erobere die Flagge – Last man Standing – Spiel leuchtende Augen bekommt, ist bei Wiz War gold richtig.
Ich habe von diesem 80er Spiel wirklich gar nichts erwartet und war mehr als positiv überrascht:

In Wiz War schlüpft jeder Spieler in die Rolle eines mächtigen Magiers. In einem Labyrinth gilt es sich einen Krieg mit den anderen dort lebenden Magiern zu leben. Das heißt ihnen entweder ihre Schätze zu stehlen, sie auszuschalten oder der letzte noch lebende Magier zu sein.

Der Clou an dem Spiel sind die Zaubersprüche der Magier: Sie stammen aus unterschiedlichen Zauberschulen und haben höchst unterschiedliche Effekte. Man kann einfach einen mächtigen Feuerball werfen, man kann sich Geschwindigkeitssteine herbeizaubern, um schneller laufen zu können, man kann Wände aus dem nichts entstehen lassen, andere Wände wegzaubern, oder einfach durch Wände zaubern. Man kann seine Position mit einem anderen Magier tauschen, man kann Flüche aufheben, man kann um Ecken zaubern, man kann die Schwerkraft aufheben oder die Gegner in schwerfällige Golems verwandeln und und und. Die Zahl der Zaubersprüche ist riesig und wirklich das was dieses Spiel so besonders macht.
Anfangs kann es wenig nervig sein, wenn die Mitspieler jeden Zauber kontern könne und neutralisieren. Aber das ist eben thematisch. Man muss sich dass dann zwei Magier vorstellen, die sich gegenüberstehen und sich einen Zauber nach dem anderen um die Ohren hauen. Auch da können die Zauberer die meisten Zauber abwehren, aber es gibt durch viele Sprüche tolle Kombinationsmöglichkeiten die man geschickt nutzen muss.
Es gibt unterschiedliche Zauberschulen, wobei ich das Deck, bei dem man das Labyrinth in ein Trümmerfeld verwandelt am gelungensten und spaßigsten finde.

Man muss shcon ein wenig Glück in Spielen mögen, um Wiz War zu lieben. Welche Sprüche man nachzieht, ist total zufällig. So kann man eine Partie dominieren, in der anderen hat man keine Chance. Das schöne daran: Es macht in beiden Fällen enorm Spass, denn der große, große Vorteil von Wiz War ist seine kurzweiligkeit. Eine Partie zu viert dauert selten mehr als 45 Minunten, es geht eher Richtung 30 Minuten, zu zweit kann eine Partie auch schonmal nach gut 15 Minuten vorbei sein.
Somit lädt das Spiel dazu ein, mehrfach hintereinander gespielt zu werden, was eigentlich so gut wie immer auch geschieht.

Natürlich glänzt Wiz War zu viert, aber dank der Portale die die Labyrinthteile verbinden ist es auch zu dritt hervorragend spielbar, auch zu zweit macht es Spass, wenn gleich in dem Fall die Schätze meistens keine Rolle spielen und es einfach darum geht, den anderen Magier auszuschalten.

Das Spiel erinnert ein wenig an eine Mischung aus Magic und Cosmic Encounter. Die Spielidee ist super umgesetzt. Die Regel ist zwar lang, aber in erster Linie ausführlich, das Spiel ist nicht kompliziert und neuen Spielern in fünf Minuten erklärt. Lediglich auf den Karten ist manchmal etwas zu viel Text und auch die Symbolik ist am Anfang schwer verständlich, das war in alten Versionen besser gelöst. Davon ab ist die neue Version von Fantasy Flight Games hervorragend umgesetzt, wer mag kann die wenigen Miniaturen auch bemalen.

Fazit:
Wiz War ist großer interaktiver dynamischer Spass für Spieler die gerne kompetetiv spielen. Es ist schön kurz, die Zauberkarten sind sehr abwechslungsreich und das Spiel ist sehr kurzweilig. Ich war mehr als positiv überrascht von dem Spiel und habe es mir sofort nach der ersten Partie selbst zugelegt und seitdem schon oft gespielt. Wiz War hat bereits 30 Jahre auf dem Buckel und das kann ich gut verstehen. Das Spiel wird sicher einen dauerhaften Platz in meiner Sammlung haben und gerade auf Grund seiner kurzen Spieldauer immer wieder als Absacker oder Einstiegsspiel auf dem Tisch laden. Und zwar durchaus als Absacker, aus dem sich dann doch immer wieder mehrere Partien ergeben werden statt nur einer. Dazu ist die Lust auf Rache nach einer Niederlage einfach zu groß :)

Braun Oral-B Professional Care 7000 Black Elektrische Premium-Zahnbürste mit Premium-Reise-Etui und SmartGuide

Aus der aktuellen 2013er-Serie habe ich viele Oral B Zahnbürsten ausprobiert. Die Precision Clean und TriZone 600, die Triumph 5500 und die Professional Care 7000 Black.
Die Unterschiede stehen ja auch immer in den Tabellen bei den einzelnen Modellen, aber ich gehe nochmal kurz auf die wesentlichen Unterschiede zur 5500 ein:

Die 5500 und die 7000 sind sich wirklich sehr ähnlich. Bis auf die Farbe sehen sie gleich aus und haben auch fast die gleichen Leistungsdaten. Akkulaufzeit, Pulsationen, etc. alles gleich. Lediglich bei den Reinigungsmodi verfügt die 7000er über sechs statt fünf. Der sechste Modus ist die Zungenreinigung, allerdings wird da nirgends in der Anleitung näher drauf eingegangen. Es gibt aber extra Zungenreinigungsaufsätze die man mit dieser Zahnbürste benutzen kann, wo dann das entsprechende Programm recht nützlich ist. Ein weiterer Unterschied ist natürlich die stylische schwarze Farbe, die dürfte aber kaum Grund für den teureren Preis sein. Davon ab ist das Premium-Etui das Haupunterscheidungsmerkmal. Ich habe zu der Zahnbürste ein Video erstellt, wo ich alles, auch dieses Zubehör mal zeige. Dieses Premium-Etui ist auf jeden Fall deutlich, deutlich hochwertiger als das Etui der 5500. Auch die extra Tasche für das Ladegerät ist ganz nett, brauch ich aber eigentlich nie. Für die Zahnbürste ist es schon ganz nett so ein Etui zu haben, das Ladeteil kann auch einfach so in die Tasche.
Wer also zwischen der 5500 und der 7000 schwankt sollte sich überlegen ob einem diese Extras den Mehrpreis wert sind. Von den reinen Funktionen her reicht meiner Meinung nach die 5500 vollkommen, wenn man ein wirklich hochwertiges Etui haben will und mit einer schwarzen Zahnbürste etwas Aufmerksamkeit im Badezimmer haben will für den ist die 7000er Pflicht. Wobei erfahrungsgemäß das Bad immer der Ort ist wo man wenigsten mit hochwertiger Technik protzen kann.

Zur 7000er an sich:
Wie erwähnt habe ich ein Video erstellt, wo ich dieses Modell inklusive Zubehör näher eingehe. Ich denke dass dürfte interessierten vlt. noch einen besseren Eindruck vermitteln als eine reine Textrezension.

Akku:
Auch wenn dieses Thema bei den Oral B Zahnbürsten schon x-mal besprochen wurde muss auch ich es hier wieder ansprechen, in der Hoffnung dass sich da mal etwas tut. Wobei immer alle meckern, ich denke es wird schon Gründe geben warum Braun keine bessere Akkutechnik verwendet. Wahrscheinlich produktionstechnischer Art, vlt. funktionieren Lithium-Ionen-Akkus in feuchter Umgebung nicht so gut. Aber Fakt ist dass diese Zahnbürste 10 Tage durchhält wenn man sich zweimal täglich 2 Minuten die Zähne putzt. Ich putze eigentlich immer etwas länger, daher hält die Zahnbürste bei mir im Schnitt ca. ne Woche bis ich sie nachladen muss. Ist sie komplett entladen kann ein Ladevorgang bis zu 24 Stunden dauern, dass ist schon echt lang. Auch die Akku-Langlebigkeit ist laut vielen Rezensionen ein Problem. Hier ist aber anzumerken dass Braun eine Garantieverlängerung um ein Jahr anbietet. Die sollte man auf jeden Fall nutzen, somit ist man auf jeden Fall drei Jahre auf der sicheren Seite

Handhabung:
Die Zahnbürste an sich ist sehr einfach zu verwenden. Einfach einschalten und losputzen. Dabei kann am Anfang das Zahnfleisch ein wenig bluten, das ist normal. Der Griff ist sehr gut geformt und liegt wunderbar in der Hand. Toll ist die Andruckkontrolle: drückt man zu fest auf und würde das Zahnfleisch übermäßig strapzieren leuchtet eine Diode hinten an der Zahnbürste rot auf – diese sieht man auf jeden Fall, außerdem verringert die Bürste ihre Geschwindigkeit – man hört also auch das man zu doll putzt. Viele Menschen haben das Problem, dass sie beim Putzen zu fest aufdrücken und dadurch das Zahnfleisch leidet – allein aus dem Grund ist eine elektrische Zahnbürste mit Andruckkontrolle empfehlenswert.
Von den 6 Reinigungsmodi nutze ich eigentlich immer nur den Standardmodus, für Leute mit empfindlichen Zähnen kann das Sensitiv-Programm aber auf jeden Fall toll sein, auch die Massage oder Zungenreinigungsfunktion können toll sein.

Zubehör:
Das Zubehör ist verhältnismäßig umfangreich: Smartguide, 2 Etuis, 4 Bürstenköpfe, 1 kleine Plastik-Station.
In letztere kann man das Ladeteil stecken und außerdem vier Bürstenköpfe lagern. Das kann man sich schick ins Bad stellen, wobei für meinen Geschmack das Ladekabel etwas kurz ist. Und es wäre viel toller wenn das Ladeteil auch in schwarz wäre, so ist es einfach das Standardladeteil das man auch bei anderen Akku-Oral-B-Zahnbürsten findet.
Dies ist klein kann eigentlich überall platziert werden.

Das tollste am Smartguide ist dass man eine wasserdichte Uhr im Bad hat. Ich hab eine in meiner Dusche stehen, das ist ungemein praktisch. Davon ab zeigt einem der Smartguide an wie lange man gerade schon Zähne putzt, in welchem Modus man sich gerade befindet (das zeigt einem die Zahnbürste leider nciht selbst an – Manko!). Außerdem zeigt die Uhr einen traurigen Smilie wenn man zu fest aufdrückt (die 3. warnung) und einem wird angezeigt wenn man den “Sektor” beim putzen soll. Also ob man nun gerade oben links oben recht unten rechts unten links putzen soll. Das Gerät ist schon wirklich nett, aber wenn einem die Zahnbürste selbst anzeigen würde in welchem Modus man gerade ist bräuchte man es wirklich gar nicht. Aber wie gesagt, die Uhr ist echt nett :)

Das Premium-Reise-Etui ist schwer zu beschreiben. Es ist wirklich extrem hochwertig und schick. Einfach am besten im Video selbst ein Bild davon machen. Die vier Bürsten sind allesamt toll, wobei ich persönlich die Tiefenreinigungsaufsätze am meisten mag, der 3D-White Aufsatz ist auch toll, der Sensitiv-Aufsatz sagt mir am wenigsten zu von allen dreien, er ist aber dennoch toll. Mit diesen Aufsätzen sollte man je nach dem wie lang man immer putzt, ob nun 2 oder 3 oder gar 5 Minuten locker 3-6 Monate hinkommen.

Fazit:
Die Oral-B Professional Care 7000 ist eine tolle, sehr hochwertige Zahnbürste. Das man sich mit quasi allen Oral-B Zahnbürsten toll die Zähne putzen kann habe ich jetzt mal nicht extra erwähnt, die Zahnbürste sind in der Hinsicht alle absolut klasse und hervorragend. Die Frage ist ja eher welches Modell es sein soll. Wenn ich mir eine der ganzen aktuellen Bürsten kaufen müsste wäre es wohl die Oral-B Triumph 5500. Unterschiede zwischen den Modellen sind ganz oben aufgeführt. Toll sind die Andruckkontrolle, die ich persönlich extrem wichtig finde. Es sind vier Aufsätze dabei, die allesamt sehr gut sind. Die Akkuproblematik wurde schon desöfteren angesprochen, an und für sich gibt es von meiner Seite her da aber wenig zu meckern, ich selbst hatte noch keine Aussetzer beim Akku. Und mal ehrlich: Die Ladestation steht eh im Bad und viele stellen die Zahnbürste nach Benutzung eh darauf. Und selbst wenn nicht haben diese Modelle eine Akkustandsanzeige und wenn nur noch der letzten Balken leuchtet stellt man sie auf die Ladestation und am nächsten Morgen oder Abend ist die Zahnbürste wieder voll.
Alles in allem allen eine tolle Zahnbürste.
Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte schaut am besten einfach das Video :)

Allen die sich diese Zahnbürste zulegen wünsche ich viel und vor allem lange Spaß damit. Ich würde mich sehr freuen wenn Sie unten angeben wie Sie diese Rezension fanden :)

HJH Office 652111 Bürostuhl / Chefsessel Ergohuman Netz-Stoff, schwarz

Ich habe zu dem Stuhl ein Video erstellt. In dem Video zeige ich den Bürostuhl, ich zeige alle seine Einstellmöglichkeiten, ich gebe ein kleines Fazit meiner Eindrücke bzw. der Eindrücke meiner Freundin und schließlich zeige ich die komplette Montage des Stuhls – zusammengerafft auf 30 Sekunden. Für alle die das Video nicht sehen können gebe ich hier nochmal eine Übersicht der wesentlichen Merkmale und am Ende ein Fazit:

Lieferung / Verpackung:
Sehr schnell, aber man muss hoffen das man Glück hat einen freundlichen Fahrer zu erwischen, der einem den Karton in die Wohnung trägt, denn das Ding wiegt 30kg und ist sehr unhandlich. Wenn man den Karton dann öffnet bekommt man erstmal einen kleinen Schrecken, weil so viele Teile in dem Karton sind. Hat man alles ausgepackt ist man dann erleichtert, der Stuhl besteht sogar aus sehr wenigen teilen die man montieren muss, die meisten Packschachteln die in dem Karton sind, dienen nur zur Sicherung und Halterung der einzelnen Teile, damit nichts schaden nimmt und alles am Platz bleibt. So hat man zwar hinterher viel Verpackungsmüll, aber auf jeden Fall einen Stuhl in einem hervorragenden Zustand bei dem eigentlich nichts beschädigt sein dürfte.

Aufbau:
Vom Öffnen des Karton bis zum Sitzen auf dem fertig zusammengebauten Stuhl hat es exakt 13 Minuten gedauert. Die Hälfte der Zeit ist dabei fürs Auspacken der Sachen und Befreiung der einzelnen Elemente vom Verpackungsmaterial draufgegangen. Wie gesagt, am Ende des Videos kann man sich den kompletten Zusammenbau in 30 Sekunden zusammengerafft ansehen. Man muss nur die Räder in das Fußkreuz stecken. DIe Vebindungsstange in das Kreuz. Darauf legt man dann die Sitzfläche, die schon komplett vormontiert ist, so dass man hier gar nichts schrauben muss (gerade dieses Zusammenschrauben ist bei billigen Bürostühlen der nervigste Schritt nach den Armlehnen). Dann bringt man die Lehnen an. Dazu muss man sie jeweils mit einer Schraube rechts und einer Schraube links an der Vorrichtung an der Sitzfläche verschrauben. Dann nimmt man das Rückenteil, steckt es in die Vorrichtung auf der Sitzfläche, zieht zwei Schrauben fest – fertig. Ich habe noch nie irgendeinen Stuhl so unglaublich schnell und so unfassbar einfach zusammengebaut. Und vor allem habe ich hinterher trotz der gerade mal vier Schrauben die ich festschrauben musste das Gefühl dass es sich um den mit Abstand stabilsten und hochwertigsten Stuhl handelt den ich je gesehen habe. Aber gut, es ist auch der teuerste Stuhl auf den ich gesessen habe.

Einstellmöglichkeiten / Ergonomie:
- Man kann bei dem Stuhl sehr viel einstellen Dabei ist allerdings zu beachten, dass man nicht zu groß sein sollte. Ein anderer Rezensent hat hier geschriebne, dass er mit 193 gut auf dem Stuhl sitzen kann. Das freut mich für ihn, für mich mit 2m ist der Stuhl denkbar ungeeignet weil zum einen die Lendenwirbelstütze an der falschen Stelle sitzt und zum anderen die Kopfstütze zu tief ist und gegen meine Schultern drückt. Für meine Freundin ist der Stuhl perfekt geeignet, sie ist ca. 175 groß. Wer also größer ist und trotzdem neugierig auf diesen Stuhl bzw. die Ergohumanreihe ist, der sollte den Stuhl bestellen, Probesitzen und zur Not binnen vier Wochen wieder zurückschicken. Das geht problemlos, da geht man kein Risiko ein.
Was man einstellen kann zeige ich umfangreich im Video. Zum einen kann an die Kopfstütze einstellen, sowohl von der Höhe als auch vom Winkel. Dann kann man das Rückenteil in vier Stufen in der Höhe verstellen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Lendenwirbelstütze im passenden Bereich liegt. Dann wird die natürliche Krümmung der Wirbelsäule perfekt unterstützt. Dadurch wird man animiert den Oberkörper mehr durchzustrecken und die Schulter nach hinten zu nehmen. Man sitzt so unglaublich ergonomisch – daran muss man sich eventuell erstmal gewöhnen, weil die meisten Menschen eher so sitzen, dass ihre Rückenmuskulatur dabei verkümmert. Das ist auf Dauer aber gar nicht gut für den Rücken.
Wenn man dann mal bedenkt, wieviel Zeit seines Lebens die meisten von uns im Sitzen verbringen sollte man vlt. eher bei anderen Dingen etwas zurückstecken aber nicht beim Bürostuhl. Selbiges gilt für Matratzen. Auf diesen beiden Produkten verbringen viele von uns einen Großteil ihres Lebens, da sollte man durchaus etwas mehr Geld locker machen. Im Alter werden die Knochen es einem danken :)
Wer einen Stuhl zum “chillen” oder wie ich es im Video nenne “rümlümmeln” sucht der dürfte mit dem Stuhl nicht glücklich werden, denn dafür ist dieser Stuhl eher weniger geeignet.

- Weiterhin gibt es noch die patentierte EinHebel-Mechanik. Auch die zeige ich im Video. Rechts am Stuhl gibt es einen Hebel! Zieht man ihn hoch kann man den Stuhl in der Höhe verstellen. Zieht man ihn nach vorn kann man die Sitzfläche vor und zurückschieben. Zieht man den Hebel nach hinten kann man mit dem Stuhl wippen bzw. sich eben zurücklehnen. Das ist echt unfassbar einfach und vor allen Dingen sehr intuitiv und meines Wissens nach bisher einzigartig bei Bürostühlen. Funktioniert in der Praxis genau so einfach wie man es sich vorstellt. Wenn man die Rückenlehne löst und sich zurücklehnt sollte man den Drehhebel vorne rechts am Stuhl nutzen. Damit kann man die Federung genau an sein Körpergewicht einstellen. So kann selbst ich mit meinen über 100kg mich bequem zurücklehnen ohne sofort bis ganz nach hinten durchzusacken. Würde mein Freundin die gleiche Einstellung benutzen würde sie vom Stuhl eher nach vorne gedrückt werden. Somit kann man den Stuhl ganz individuell auf sich einstellen.

- Schließlich gibt es noch die 4D Armlehnen. Man kann sie in der Höhe verstellen, die Ausrichtung in 3 Ebenen, das erklärt denke ich auch das Video am besten :) Diese Mechaniken finden wir auch sehr toll, allerdings würde ich mir, ähnlich wie bei meinem Stuhl einen Knopf wünschen, mit dem man alles fixieren kann und nicht aus Versehen die Einstellungen verändern kann. Vielleciht bringen ja zukünftige Generationen so eine Vorrichtung. Oder man findet sie jetzt schon bei noch teureren Modellen, da weiß ich nicht. In der Praxis fande ich diese Armlehnen bisher aber durchweg positiv. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen eine Stuhl mit komplett starren Lehnen zu besitzen.

Nextgen:
Apropos Generation: Bei dem Stuhl handelt es sich scheinbar um eine Neuauflage des Ergohuman-Modells, bei dem wesentliche Elemente überarbeitet und verstärkt wurden. Da fehlen mir natürlich die Vergleichsmöglichkeiten, aber der Stuhl macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Wie das langfristig aussieht kann ich natürlich erst nach wirklich längerem Gebrauch durch meine Freundin beurteilen, aber wenn man den anderen Rezensionen glaubt dann ist der Stuhl über Jahre hinweg sehr bequem.

Fazit:
Wir sind sehr begeistert von dem Stuhl. Meine Freundin naturgemäß noch mehr als ich selbst. Wenn man viel und lange am Schreibtisch sitzt ist er im wahrsten Sinne des Wortes eine ideale Grundlage. Er zeichnet sich durch eine sehr hochwertige Verarbeitung aus und der Zusammenbau ist wie erwähnt ein Traum. Das hätte meine Freundin sicher auch selbst in ner Viertelstunde alleine geschafft. Der Netzstoff ist mal etwas anderes als die normalen Polster die man kennt aber auch sehr bequem und vor allen Dingen sehr atmungsaktiv. Da bin ich fast ein bisschen neidisch. Auch die Lendenwirbelstütze ist, wenn man die richtige Einstellung gefunden hat toll. Hier muss man ein wenig herumexperimentieren, sowohl bei der Höhe des Rückenteils als auch bei der Neigung der Rückenlehne als auch bei der Einstellung der Sitzfläche.
Wenn man die passende Größe hat ist der Stuhl absolut ideal und rückenfreundlich. Hier würde ich einfach dazu raten ihn zu bestellen, auszuprobieren, bei Gefallen zu behalten und wenn er nicht passt ihn einfach zurückschicken. Das ist ein großer Vorteil des Onlineversandhandels, der zwar mit etwas Aufwand verbunden ist, dafür hat man aber als Ergebnis auch den perfekten Stuhl den man ausgiebig Probesitzen konnte.
Allen die sich den Stuhl zulegen wünsche ich viel Spaß damit und viele schöne Stunden rückenschonenden Sitzens ;)

Pegasus Spiele 51841G – Mage Knight: Die Verschollene Legion (Erweiterung)

Das Mage Knight Grundspiel hat das Zeug ein Klassiker zu werden. Es ist ein absolut großartiges Spiel und eines der wenigen Spiele, die sich wirklich hervorragend Solo spielen lassen. Man kann es mit bis zu vier Spielern spielen, allerdings würde ich davon eher abraten, weil das Ewig dauert. Wer daran Spaß hat, der kann sein Glück natürlich trotzdem versuchen.

Diese 1. Erweiterung (die zweite ist bereits angekündigt) bringt viel neues Material mit sich: Neue Einheiten, neue Sprüche, neue Fähigkeiten, neue Szenarien, neue Gegner, neue Berdrohungen, neue Helden, usw. Toll ist vor allen Dingen, dass es Upgrades für manche Karten aus dem Basisspiel gibt. Diese werden durch die neuen Karten ersetzt. Im Regelheft steht auch erläutert warum dies geschehen ist, in erster Linie auf Grund von Feedback der Spieler und weiteren Test der Entwickler. Das ist echt gut, da merkt man, dass die Macher selbst viel Spaß am Spiel haben und es kontinuierlich pflegen. Hat ein bisschen was von einem Softwareupdate am PC. Überhaupt ist das Regelheft toll, nachdem man es gelesen hat weiß man, dass man als Fan des Spiels bei den Entwicklern in guten Händen ist.

Das Basisspiel ist ein sehr gutes Solospiel, allerdings hat es oftmals das Gefühl als ob man einfach ein Puzzle lösen würde. Man hat auch einfach gegen einen Dummy-Spieler gespielt, der den eigenen Runden quasi ein Zeitlimit gesetzt hat. Das hat sehr gut funktioniert, aber man hatte das Gefühl dass da noch Verbesserungspotential besteht. Dieses Potential nutzt dieser Erweiterung. Man bekommt General Volkare der einem auch bei einem Solospiel das Gefühl eines richtigen Zweispielerspiels vermittelt. Er ist so etwas wie eine wandernde Stadt und fühlt sich ein wenig an wie das Reiterheer von Dschingis Khan. Er zieht mit seiner Armee umher welche ihn beschützt. Hat man die Armee erledigt hat man Volkare erledgit. Aber seine Armee ist groß und stark, daher muss man sich auf jeden Fall erst hochleveln, bevor man ihm begegnet. Volkare ist der Herz dieser Erweiterung. Die Regeln haben zwar drei Seiten, sind aber dann doch sehr intuitiv und man hat sie schnell verinnerlicht. Der Schwierigkeitsgrad ist anpassbar und selbst für geübte Mage Knight Spieler ist schon die leichte Version eine Herausforderung. Alles in allem sind die Siegbedingungen für Volkare auch deutlich interessanter als das übliche “Gewinne bevor Tag 3 zu ende ist” aus dem Basisspiel.

Eine weitere serh starke Neuerung sind die wirklich zahlreichen neuen Monsterplättchen. Diese machen die Kämpfe unberechenbarer. Wusste man vorher ziemlich genau wie ein Kampf ausgehen wurde, gerade die Orks waren nie eine Bedrohung so ist der Ausgang eines Kampfes nun ungewisser. Manche Gegner sind immun gegen Magie, andere können einen mehrfach treffen, manche können nicht durch Fernangriffe vorzeitig ausgeschaltet werden. War es bisher kein Problem quasi ohne Wunden durch ein gesamtes Spiel zu kommen, so wird dies mit den neuen Monsterplättchen deutlich schwieriger ohne dass das Spiel bzw. die Kämpfe dadurch generell deutlich schwieriger wird.

Es gibt einen neuen Helden bzw. eine Heldin. Diese sieht auch nicht mehr aus wie ein halber Alien sondern wirklich weiblich. Die Spezialkarten- und fähigkeiten sorgen dafür, dass diese Heldin ein “”Bewegungsspezialist”" ist. Im Basisspiel hatte jeder Held eine einzigartige Karte, die sein Deck von den anderen Helden. Mit dieser Erweiterung kommt für jeden Helden noch eine zweite individuelle Karte dazu, so dass jeder Held noch einzigartiger wird und es noch entscheidender wird, welchen Helden man zu Spielbeginn wählt, weil sich jeder etwas anders spielt.

Außerdem gibt es noch neue Landschaftsteile, die eine willkommene Abwechslung darstellen und neue Truppen. Auch bei den neuen Truppen gibt es interessante Neuerungen, so muss man z.B: Magier immer mit Mana bezahlen, sonst verlassen sie einen. Außerdem gibt es Truppen die man mit schlechtem Ruf leichter rekrutieren kann. Viele Truppen sind auch unentschlossen und es hängt von einem Manawürfelwurf ab ob sich den Mage Knights oder Volkano anschließen.

Auch der Kooperative Modus wird gepimpt, so gibt es nun Fertigkeitsplättchen die man zuerst selbst und dann der Mitspieler benutzen kann.
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Fazit:
Diese Erweiterung verfeinert Mage Knight noch ein wenig mehr und ist vor allem für Leute die Mage Knight viel Solo spielen ein Muss. Aber acuh alle anderen werden vor allen Dingen durch die neuen Monsterplättchen eine Bereicherung finden und auch zahlreiche der neuen Fertigkeitskarten sind toll (so kann man mit einer Karte z.B. durch Berge gehen). Hat man Mage Knight und spielt es nur alle paar Monate mal benötigt man dieser Erweiterung sicher nicht. Sie bringt keine wirklich grundlegend neuen Mechaniken, die das Spiel auf ein ganz neues Level heben. Spielt man Mage Knight aber regelmäßig dann führt eigentlich kein Weg an dieser Erweiterung vorbei. Zwar ist auch das Grundspiel an sich schon “vollständig”, für mich komplettiert diese Erweiterung das Mage Knight Erlebnis. Ich bin schon sehr gespannt, wo die nächste Erweiterung ansetzen wird.
Allen Mage Knight Fans die sich dieser Erweiterung zulegen wünsche ich viel Spaß damit :)

Auna IR-130 Internetradio mit W-LAN Netzwerkplayer

Auna IR-130 Internetradio mit W-LAN Netzwerkplayer

Wahrscheinlich geht es einigen Menschen so wie mir: Man zieht aus der Heimat weg und vermißt seinen Lieblingsradiosender von zu Hause. Da wir ja in den Zeiten des Internets leben gibt es zum Glück die Möglichkeit seinen Radiosender überall auf der ganzen Welt zu empfangen – Internetradio sei dank.

Bei diesem Gerät handelt es ich um genau so etwas: Ein Internetradio, mit dem man seinen Lieblingsinternetradiosender hören kann. Bei mir kommt es im Badezimmer zum Einsatz. Ich habe zwar schon diverse Internetadiofähige Multimediageräte zu Hause, allerdings bisher noch keine wirklich praktische Lösung für mein Badezimmer gefunden. Da kam mir dieses Radio sehr recht. Ich habe mal wieder ein Video erstellt, wo ich es einmal live vorführe und alle wesentlichen Merkmale zeige. Hier nocheinmal “kurz” die wichtigsten Features zusammengefasst:

Verarbeitung: Das Radio ist relativ klein und kompakt und unfaßbar leicht. Ich würde mal tippen dass es nicht mehr als 200 – 300g sind, man ist auf jeden Fall überrascht wenn man es das erste Mal in der Hand hat. Aber davon darf man sich nicht täuschen lassen, das Radio ist alles andere als ein Spielzeugradio.

Einrichtung / Bedienung:
Das Radio wird mittels Klickwheel bedient, also ein Einstellrad, über das man alle wesentlichen Eingaben vornimmt, es gibt aber noch ein paar zusätzliche Tasten. Schaltet man es das erste Mal ein wird man aufgefordert es mit einem Netzwerk zu verbinden, was bei einem Internetradio durchaus Sinn macht. Einen LAN Anschluß gibt es nicht, man benötigt also zwingend ein WLAN. Die Einrichtung zeige ich im Video dass dürfte am verständlichsten sein. Man wählt mit dem Rad das passende Netzwerk aus und gibt anschließend das Passwort ein. Auch hier muss man die Eingabe per Drehrad vornehmen. Das mag zunächst etwas abschreckend und nervig wirken. Dachte ich auch. Die Praxis zeigt aber, dass ich noch nie so bequem, angenehm und schnell ohne eine Tastatur ein Passwort bei einem Gerät eingegeben habe. Das hat mich echt überrascht. Und wichtig ist ja auch dass man sowas nur einmal macht, wenn man das Radio einrichtet und vlt. nach ein paar Monaten/Jahren nochmal wenn man sein Passwort oder den Router wechselt.
Ansonsten gibt man einmal alles ein und in den folgenden Wochen dürften die einzigen Funktionen die man nutzt An, Aus, Laut und Leise sein.

Es gibt auf dem Gerät noch ein paar weiter Tasten. Am wichtigsten dürfte wohl neben An/Aus die Preset Taste sein. Damit kommt man zu seinen Favoriten und kann somit schnell zwischen seinen LIeblingsradiosender auswählen. Möchte man einen neuen Radiosender hören klickt man sich entweder durch das Standard-Internetradio Menue oder man nutzt die Suchfunktion wo man die Eingabe auch wieder per ClickWheel vornehmen muss. Das Display hat zwar nur zwei Zeilen, damit kommt man aber erstaunlich gut klar. Wenn man eh immer nur einen Sender hört und das Radio irgendwo in einer Ecke steht kann man das Display auch komplett ausschalten in dem man die Dimmstufe auf Minimum setzt

Netzwerk:
Ich muss sagen auch hier bin ich positiv überrascht. Mein Badezimmer ist der Ort, der am weitesten von meinem WLAN Router entfernt ist und auch der Ort wo die meisten Geräte Probleme mit der WLAN Verbindung haben. Dies ist bei diesem Radio nicht der Fall. Nach dem Einschalten dauert es gefühlt 5-10 Sekunden bis das Radio mit dem Netzwerk verbunden ist und den Sender gefunden hat und man somit Musik hört. Das ist echt Flott, mein großer Denon Receiver schafft das auch nicht viel schneller. Auch danach ist die Verbindung stabil und konstant. Sicherheitshalber habe ich den Zwischenspeicher auf 8 Sekunden hochgesetzt, ich denke dadurch verzögert sich der Start der WIedergabe auch um ein paar Sekunden. Die Qualität der Verbindung hängt natürlich immer in erster Linie vom Router ab. mein Apple Router ist generell einer der sich durch eine hohe Stabilität und seltene Verbidungsabrüche auszeichnet. Aber auch mit dem harmoniert das Auna Internetradio sehr gut.
Man kann auch Musik vom Rechner wiedergeben, dafür muss man wahrscheinlich einen entsprechenden Server einrichten. Ich nutze dieses Feature gar nicht und will es auch gar nicht nutzen, daher kann ich da wenig zu sagen.
Firmwareupdates lädt sich das Gerät wenn ich es richtig verstanden habe automatisch herunter.

Klangqualität:
Auch hier bin ich sehr positiv überrascht. Ich habe einen eher blechernen, metallenen Klang erwartet, gerade auf Grund des geringen Gewichtes des Radios. Aber im Gegentei, den Klang würde ich als sehr warm und wohlig bezeichnen. Natürlich überhaupt nicht zu vergleichen mit einer richtig hochwertigen Anlage, aber für ein Radio das nur ein bischen nebenbei dudeln soll ist der Klang absolut gut.

Fernbedienung:
Da neigt man wohl schnell dazu sie zu verlegen, das wäre aber fatal, gerade in meinem Fall. Das Radio steht unterm Waschbecken und die Fernbedienung liegt auf dem Regel. Ich kann sie dort liegen lassen und nur auf on drücken und schon geht das Radio an, auch laut leise funktioniert problemlos. Auch alle anderen Einstellungen und Funktionen kann man so bequem bedienen, daher sollte man gut auf die Fernbedienung aufpassen!

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Fazit
Das Radio hält voll und ganz was es verspricht: Es ist ein gutes, kleines Internetradio mit einem überraschend guten Klang. Die Einrichtung ist sehr einfach und unkompliziert, wenn man bedenkt, dass das Gerät über keine Tastatur bedient. Da ist die Passworteingabe bei manchen Fernsehern deutlich antrengender als bei diesem Radio. Das ist schonmal toll. Man kann seine Lieblingssender bequem speichern und dann schnell zwischen ihnen auswählen. Verbindungsabrüche hatte ich bisher noch keine, das ist echt super. Die Fernbedienung ist toll, man muss sie auch nicht direkt vors Gerät halten, damit es reagiert.
Endlich kann ich auch im Badezimmer beim Duschen und Zähneputzen meinen Lieblingsradiosender hören. Toll :)
Wie gesagt, wer eine Livedemo des Gerätes haben möchte um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen der kann gerne einfach ins Video schauen, ich hoffe dass es hilfreich ist.
Ansonsten wünsche ich allen die sich dieses Radio zulegen viel Spaß und Freude damit :)

BOSTON ACOUSTICS A 360

Nachdem ich in der Vergangenheit eher wenig Musik wirklich bewußt gehört habe, hat sich dies geändert seitdem ich eine neue, hochwertige 5.1 Heimkinoanlage habe. Sie besteht nur aus Satellitenlautsprechenr, die im Heimkinobetrieb schon sehr gut klingen und auch Musik-DVDs klingen absolut geil. Es ist klar, dass solche Satelliten nicht die gleiche Leistung bringen können, wie ausgewachsene Standlautsprecher, dazu fehlt ihnen einfach die Fläche und der benötigte Raum, gerade im Bassbereich fehlt es da etwas. Wobei ich es dennoch ganz erstaunlich finde, was diese kleinen Dinger heutzutage leisten können.
Da mein Receiver 7.2 fähig ist, habe ich mir diese Boston Acoustics A360 Standlautsprecher zugelegt. Somit kann ich sie im Filmbetrieb als Front R/L Speaker einsetzen und die übrigen Satelliten als Rear-Speaker im 7 Kanalsystem.

Das hat den Vorteil, dass somit auch die Stereomusik durch die A360 Lautsprecher wiedergegeben wird und mir erschien diese Lösung sehr sinnvoll. Auch wenn die Boston Lautsprecher in allen Testberichten sehr gute Werte bekommen, und oftmals als Referenzlautsprecher in ihrer Preisklasse angepriesen werden habe ich den Eindruck, dass die Marke in Deutschland allgemein noch recht wenig bekannt ist, daher möchte ich hier einmal “kurz” meine Eindrücke zu den Lautsprechern wiedergeben. Vielleicht wirft ja so der ein oder andere Mal einen Blick auf diese Lautsprecher.

Wirklich entscheidend ist natürlich das Hörvergnügen eines Lautsprechers. Daher sollte man entweder in einen Laden gehen und sie mit der eigenen Lieblingsmusik probehören (ich würde mich da nicht auf die Referenz-CDs der Verkäufer verlassen, die haben sicher für jeden Lautsprecher die passende Musik). Wichtig ist ja immer dass die eigene Lieblingsmusik gut klingt und nicht die Referenzmusik von irgendwelchen Hi-Fi Spezialisten. Oder eben bestellen, ein paar Tage probehören und bei Nichtgefallen wieder zurückschicken. Aber ich denke das dürfte in den wenigsten Fällen nötig sein ;)

Verarbeitung:
Die Standlautsprecher sind 105cm hoch, 27cm breit und 34cm tief und wiegen jeweils ca. 10kg pro Stück. Damit sind sie nicht ganz unscheinbar und fallen auf jeden Fall ins Auge, auch wenn sie trotzdem das Kunststück fertig bringen akustisch zu verschwinden, doch dazu später mehr.
Die Seiten glänzen in der schwarzen Ausführung, die Oberseite und dort wo die Lautsprecher selbst angebracht sind findet sich eine lederartige Struktur. Die verschiedenen Chassis sind hinter einem mit Stoff überzogenen Gitter verborgen. Dieses Gitter ist magnetisch am A360 befestigt. Das ist ganz gut gelöst, denn so kann man ihn auch ohne das Gitter stehen haben, ohne das irgendwelche Halterungen den optischen Eindruck stören.
An jeder Box sind zwei kleine Füße vormontiert die ihr einen sicheren Stand geben und verhindern sollen, dass sie umfallen. Die kleine Füße sind schon mein persönliches Hauptmanko an den Lautsprechern. Bei beiden Lautsprechern war je einer bei der Lieferung abgebrochen. Ich habe verschiedene Testberichte zu den Lautsprechern gelesen und da wurde dieses Problem auch häufiger erwähnt, scheint also kein Einzelfall zu sein. Hier würde ich Boston empfehlen die Füße nicht schon montiert zu liefern, sondern einfach in den Karton zu legen. Immerhin wurde schnell Ersatz geliefert, aber dieses Ärgernis, sowohl für den Kunden als auch den Hersteller kann man ja vermeiden.

Nimmt man dann das Gitter ab so findet man einen 25mm Hochtöner, einen 89mm DCD Mitteltöner und zwei große 165mm DCD Tieftöner. DCD steht dabei für Deep Channel Design, was wahrscheinlich ein von Boston Acoustics speziell entwickeltes System ist. Die beiden Bässe bestehen aus Glasfaser-Polymer, ein hochwertiges und akustisch besonders günstiges Material.
Sehr schön finde ich, dass Elemente in der oberen Hälfte der Box angebracht sind. Somit sind sie in den meisten Fällen wohl ungefähr auf Hörposition wenn man auf dem Sofa vor dem Fernseher bzw. der Stereoanlage sitzt, was sich positiv aufs Hörvergnügen auswirkt. Bi-Amping Fans sollten beachten, dass es auf der Rückseite nur ein Paar Anschlüsse für Lautsprecherkabel gibt.

Klang
Lautsprecherklang hat auch immer viel mit subjektiver Wahrnehmung, dem persönlichen Musikgeschmack und den eigenen Hörgewohnheiten zu tun. Und natürlich ist es auch ein Frage des Receivers. Mit verschiedenen Boxen mag der gleiche Receiver immer etwas anders klingen, genau so klingen Boxen mit verschiedenen Receivern immer unterschiedlich. Um daher wirklich sagen zu können welche Auffälligkeiten auf die Lautsprecher und welche auf den Receiver selbst zurückzuführen sind müsste man schon von beiden verschiedene Ausführungen verschiedener Hersteller haben. Das vorweggeschickt nun meine persönlichen Eindrücke zum Klang dieser Boxen an einem Denon X4000 Receiver im Stereo-Musik-Betrieb:

Gerade im Vergleich zu den vorher genutzten Satellitenlautsprechern meines 5.1 Boxensystems (das auch schon sehr gut klang), legt der A360 nochmals eine Schippe drauf. Schließt man die Augen baut sich eine hervorragende Stereobühne auf, bei der man vor allem bei Liveaufnahmen das Gefühl hat, alle Instrumente präzise auf der Bühne Orten zu können, die Lautsprecher scheinen trotz ihrer Größe im Raum zu verschwinden. Auch wenn es eigentlich ein Widerspruch dazu ist: Hat man dann die Augen geöffnet denkt man zunächst immer der Center wäre aktiv, bis man dann rangeht und feststellt, dass aus ihm tatsächlich keine Musik kommt. Diese beiden Effekte sprechen meiner Meinung nach sehr für die Klangbühne die diese Stereolautsprecher aufbauen. Sowohl Stimmen als auch Instrumente werden gut herausarbeitet, auch mit hohen, klaren Frauenstimmen gibt es keine Probleme. Ich habe nicht den Eindruck, dass der A360 irgendwelche Elemente besonders betont, sondern insgesamt sehr knackig, neutral und detailreich klingt. Da wo er weich klingen muss, klingt er weich, da wohl er kühl klingen muss kühl und da wo man Dynamik und Spritzigkeit erwartet wird man nicht enttäuscht. Wer an seinem Receiver ein Einmeßsystem für Lautsprecher hat sollte dies dringend nutzen, um das Optimum aus den Lautsprechern herauszuholen und eventuelle negative Einflüsse durch den Raum auszuschalten.

Bass:
Die Bassleistung der Lautsprecher ist beeindruckend. Natürlich kann ein richtiger Subwoofer da deutlich mehr Druck mache, aber wer mal versucht ein Stereosystem nur mit so kleinen Satellitenlautsprechern zu betreiben wird den Unterschied mehr als deutlich hören bzw. eher fühlen. Für Filme ist da natürlich eine richtige Dolby-Anlage mit Subwoofer Pflicht, aber wenn man primär Stereomusik hört ist das absolut ausreichend.. Der Bass ist da, er ist präsent, aber er dröhnt nie. Hörtipp hierfür ist z.B. Endless Column vom Blue Man Group Album Audio. Wenn man den Track hört mag man gar nicht glauben dass man gar keinen Subwoofer an der Anlage hat (zum Testen habe ich meinen einfach abgestöpselt). Schon auf mittlerer Lautstärke liefert der A360 hier eine gute Bassleistung. Auch mit dem Track Permafrost von Thomas Köner lässt sich die Bassleistung des A360 sehr gut demonstrieren. Die Bassreflexöffnung ist wie üblich hinten am Lautsprecher, regt somit den Raum an und wird von den Wänden verstärkt. Für optimalen Bassgenuss würde ich also empfehlen die Lautsprecher nicht direkt an die Wand zu stellen, sondern etwas Abstand zu lassen. Auch zu den Seiten sollte etwas Platz sein, damit sich der Schall ungehindert ausbreiten kann.

Sonstiges:
Bei den Lautsprechern sind im Gegensatz zum A-Serien-Heimkinosystem keine Kabel dabei. Anzumerken ist auch noch, dass sich Lautsprecher immer erstmal “einschwingen” müssen. Man sollte den Sound also nicht nach den ersten paar Stücken beurteilen sondern dem A360 schon so 30-60 Stunden Musikwiedergabe geben bevor man überhaupt wirklich vergleichbare Resultate hat. Out-of-the-Box klingen die meisten Lautsprecher noch nicht so wie sie nach ein paar Duzend Stunden klingen.

Fazit:
Diese Lautsprecher machen einfach Spass! Für mich hat sich die Anschaffung definitiv gelohnt. Gerade wenn man viel Stereomusik hört, können die Lautsprecher ihre Leistung voll ausschöpfen. Ist man eher der Heimkinofan, der vorwiegend BluRays schaut, mögen diese Lautsprecher vielleicht etwas überdimensioniert sein. Die Lautsprecher sehen hübsch aus und überzeugen durch ihre klanglichen Leistungen. Man bekommt von Haus aus fünf Jahre Garantie, ich bin mir aber sehr sicher, dass diese Lautsprecher die meisten Besitzer deutlich länger begleiten dürften :)